Aufkuscheln

Aufkuscheln

Meine Kinder sind schon ziemlich groß – 10, 13 und übermorgen 15 Jahre alt. Intensive Kuschelphasen sind lange vorbei. Sie waren auch sehr unterschiedlich von Kind zu Kind: der eine konnte ewig morgens mit in unserem Bett bleiben, der andere war eher für kurze Kitzelspiele zu haben und dann schnell wieder für sich. Wir haben das natürlich immer so akzeptiert wie es eben war – aber doch immer genossen, wenn es Kuschelmomente gab. Vorlesen war immer so eine Chance auf Kuscheligkeit, egal mit welchem Kind. Das tat gut.

Inzwischen wohnen hier zwei Teenies und ein Vorpubertärer. Vieles ist anders. Aber wenn ich dem Kleinsten vorlese, kommen auch die Große noch nah. Wenn ich „Gute Nacht“ sage, ist allen dreien das Umarmen wichtig. Wenn wir Auto fahren, mögen alle drei oft noch kurz, dass ich ihre Hand nehme.

Was aber immer noch gleich ist, ist ein Ritual des Jüngsten: unerwartet mitten am Tag taucht er plötzlich auf, umarmt mich, drückt feste, hält mich. Atmet, lässt los und geht wieder mit dem Satz: „Hab mich aufgekuschelt, Mama.“ Ja, ich mich auch.

Ich liebe es.

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